Neonazi Holthusen läuft als Freizeitsportler bei div. Lauf-Events mit!

In Hamburg gibt es eine ganze Reihe von Laufveranstaltungen. Vom Marathon, der in jedem Frühjahr mehrere Hunderttausend Zuschauer_innen anzieht, bis zu kleineren Veranstaltungen an nahezu jedem Wochenende – bei allen Läufen geht es um Spaß, Teamgeist, Fairness und sportlichen Wettstreit. Dazu kommen jedes Mal viele Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts oder Herkunft zusammen – Sportveranstaltungen sind eben auch ein Abbild der Gesellschaft. So ist es nicht verwunderlich, dass auch aktive Neonazis wie der Hamburger Steffen Holthusen aus Bramfeld an solchen Veranstaltungen teilnehmen.

Steffen – wer?
Holthusen ist seit Jahren einer der führenden Köpfe der neonazistischen Szene Hamburgs und gilt als deren Strippenzieher. Seine „Karriere“ begann er 1994 in der Kameradschaft “Bramfelder Sturm”, die sich 3 Jahre später in “Hamburger Sturm” umbenannte. Die gleichnamige Zeitschrift, deren Herausgeber Holthusen war, propagierte 1999 den bewaffneten Kampf: „Wir sind im Krieg mit diesem System und da gehen nun mal Bullen oder sonstige Feinde drauf.“ Im Jahr 2000 wurden sowohl die Kameradschaft als auch deren Kampfblatt verboten. Im Februar 2007 wurde Holthusen Beisitzer im Hamburger Landesverband der NPD und war bis zu dessen Tod 2009 Vertrauter des NPD- Landesvorsitzenden und stellvertretenden Bundesvorsitzenden Jürgen Rieger. Er ist aber auch weiterhin in der Kameradschaftsszene aktiv und eine der wichtigsten Personen im Netzwerk der Hamburger Neonazis – er organisiert regelmäßig Aufmärsche, so beteiligte er sich maßgeblich auch am “Tag der deutschen Zukunft” 2012 in Hamburg. Aktuell ist Holthusen NPD-Landesgeschäftsführer und lud 2013 zum “Stammtisch Hamburg” (http://de.indymedia.org/2013/09/348312.shtml) in Langenhorn, einem regelmäßigen Treffen Hamburger Neonazis, an dem auch die Kameradschaft “Weisse-Wölfe-Terror-Crew“ anwesend war. Anfang August 2014 nahm er am geschichtsrevisionistischen “Trauermarsch” in Bad Nenndorf teil (http://sonar-archiv.com/wp-content/uploads/2014/08/02.08.2014-Traueraufmarsch-Bad-Nenndorf-001.jpg – Mitte im Bild).

Neonazi bleibt Neonazi
Neben seinem Eintreten für eine rassistische, menschenverachtende Politik nimmt Holthusen seit 2013 regelmäßig an größeren und kleineren Laufveranstaltungen in Hamburg teil. So z.B. am Marathon im Mai 2014 oder am Hamburger Laufcup 2013 der an drei Sonntagen im September stattfindet – dort plant er auch für 2014 an den Start zu gehen: am 7.9. beim Alsterlauf, 14.9. beim Airportrace und am 28.9. beim Halbmarathon im Alstertal. Außerdem ist er ein aktives Mitglied der Community Webseite http://alsterrunning.de (http://alsterrunning.de/community/benutzer/Bramfelder/).

Sollten die Veranstalter_innen der Laufevents seine Teilnahme nicht verhindern, gehen wir davon aus, dass es genug aktive Läufer_innen geben wird, die dafür sorgen, dass Neonazis wie Holthusen die Beine in Hand nehmen müssen.

In diesem Sinne: Neonazi sein, heißt Probleme kriegen – auch beim Laufen um die Alster!

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